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Schwarzföhre-Kieferntriebsterben: Vor-Ort-Begehung mit Präs. NR DI Georg Strasser

08.08.2018

Am 8. August 2018 kam Präs. NR DI Georg Strasser in die LEADER-Region NÖ-Süd um sich bei einer Vor-Ort-Begehung selbst ein Bild der bedrohten Schwarzföhren-Bestände im Großen Föhrenwald und entlang der Fischauer Vorberge zu machen. Begleitet wurde Strasser dabei von BR Martin Preineder, Alt.LR Franz Blochberger, DI Martin Rohl (GF LEADER NÖ-Süd), Obmann Josef Fuchs (Bezirksbauernkammer Wr. Neustadt), DI Nikolaus Bellos (Forstsekretär BBK WN, WB u. NK), DI Helmut Wagner (Bezirksforstinspektion BH WB), DI Stefan Spinka (Bezirksforstinspektion BH NK), Ing. Manuel Kornberger (Forstbetriebe der Stadt Wiener Neustadt WNKS) sowie Dr. Doris Simhofer (Journalistin, Bezirksblätter).

DI Helmut Wagner (BH WB) und GF DI Martin Rohl der LEADER-Region NÖ-Süd informierte über den Stand des LEADER-Projektes Schwarzföhren Kieferntriebsterben.

Das im Jahr 2016 gestartet Forschungsprojekt zum Schwarzföhren Triebsterben geht in die Zielgerade! Die Genetiker des BFW (Bundesforschungsinstitut Wald) haben schon vor einem Jahr ihre Untersuchungen abgeschlossen. (Über deren Befliegungen der Föhrenwaldbestände mit Drohnen gab es bereits Medienberichte). Gemeinsam mit der BOKU, Inst. Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz (kurz Forstschutz) wurde der Zustand der regionalen Schwarzföhrenbestände erhoben und in Hinblick auf (Pilz - Diplodia sapinea) resistentes Saatgut und eben Forstschutz Strategien für die Zukunft der Schwarzföhre trotz des Pilzbefalls, der das Triebsterben gemeinsam mit den extrem trockenen Sommer verursacht, entwickelt.

Parallel dazu liefen die Erhebungen der BOKU, Inst. für Waldbau und Waldbewirtschaftung an. Diese Arbeiten in Referenzflächen der Regionsgemeinden werden für die unterschiedlichsten Besitzer- und Nutzerstrukturen, die in der Region im Großen Föhrenwald oder entlang der Thermenlinie, Fischauer Vorberge, vorliegen, Handlungsempfehlungen für den Waldbesitzer und Waldnutzer bringen. Ziel muss es sein jene Waldgesellschaften zu fördern, die es uns erlauben den Bestand an Schwarzföhren zu (er)halten. Nicht nur als Wirtschaftsholz (früher in der Pecherei) sondern auch im Sine des Erscheinungsbildes der Region!

Die endgültigen Ergebnisse werden im Herbst präsentiert werden.

Die Runde der Experten ist sehr groß! Zum Einen die Wissenschaft vertreten durch BFW (Silvio Schüler u. Jan-Peter George) und BOKU (Prof. Erhard Halmschlager und Susanne Mottinger, wie Prof. Eduard Hochbichler und Dominic Holzbauer), weiters die Interessensvertretung Forstsekretär Nikolaus Bellos und Karl Schuster und auch die Bezirksforstinspektoren beider Bezirke vertreten durch Leo Lindebner und Georg Heinz (BH Neunkirchen) sowie Helmut Wagner und Norbert Sauerwein (BH Wr. Neustadt).

Die Schirmherrschaft über das Projekt hat das BMNT vertreten durch Johannes Schima und Leopold Ziehaus, sowie das Patronat seitens des Landes Niederösterreich vertreten durch Reinhard Hagen und Stefan Spinka übernommen. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!

Das LEADER-Projekt wird von der Waldwirtschaftsgemeinschaft Piestingtal dankenswerterweise unterstützt! Der Initiator Herbert Kohlross vertritt die WWG Piestingtal in der Expertenrunde.